Thursday, September 13, 2007

Auf Wiedersehen

Da ich mittlerweile wieder zurück in Deutschland bin, hat dieses Blog seine Daseinsberechtigung verloren. Somit werden auch die beiden gestrigen Einträge mit Fotos die Letzten bleiben.

Wer ausführlicher erzählt bekommen möchte, was mir alles widerfahren ist, kann sich gerne bei mir melden.

Gute Nacht!
René

Tuesday, September 11, 2007

Kyoto & Nara

Drei in Tage Kyoto & Nara, den beiden Kulturzentren Japans, brachten folgende Bilder:


Kinkaku-ji, der bekannteste Tempel in Japan.



Gion, das Viertel Kyotos, welches noch sehr an "damals" erinnert und die größte Wahrscheinlichkeit, eine Geisha zu treffen, bietet.


Strömender Regen am Morgen in Nara. Aber zum Glück war ich gut ausgerüstet - Regenjacke, Regenhose und Kaffee ;-)



Später war es wieder trocken und wie immer beeindruckend.


Am Abend des zweiten Tages ein Besuch in einem (laut Reiseführer) Studenten-Izakaya. Wo werde ich hingesetzt? An den Tisch einer Abschiedsfeier eines deutschen Doktoranden der Universität Kyoto. Ich konnte es nicht glauben...




Weitere Bilder aus Kyoto. Unter anderem mit dem schönsten Kimono, den ich in dort gesehen habe.

Letzte Nacht in Tokyo

An Marinas und meinem letzten Abend in Tokyo haben wir noch mal alles gegeben und einen netten Abschied gefeiert. Startpunkt war ein Izakaya, spezialisiert auf Entengerichte und mit einer besonders großen Sakeauswahl. Danach ging es ins Shibuya Medical Prison, welches eine etwas bizarre Bar ist.

Vorletzter Stop war - natürlich - eine Karaokebar. Wegen der besonderen Gelegenheit haben wir uns natürlich auch einen besonderen Ort ausgesucht: Den selben Raum, in dem auch die Karaokeszene aus "Lost in Translation" gedreht wurde. Zu guter Letzt ging es in einen Club und anschliessend in die Bahn zurück nach Hause. Hier die Fotos:


Im Izakaya.


Auf dem Weg zur Bar.




Die Bar.




Karaoke. Wer sich das nächste Mal "Lost in Translation" ansieht, werfe einfach einen Blick auf die Raumnummer im Film und vergleiche sie mit der unseren (601), zu sehen über der Eingangstür.

Tja, das war's also mit dem modernen Tokyo für Hedonisten. Einen guten Eindruck von (einem) Tokyo, das ich kennengelernt habe, vermittelt das Musikvideo, welches ich am 15. Juli verlinkt habe. Alle Drehorte konnte ich nicht eindeutig identifizieren, aber vieles kommt mir mindestens bekannt vor.

Sunday, August 19, 2007

O-Bon

In der vergangenen Woche war für ganz Japan Urlaub angesagt. O-Bon nennen sich diese buddhistischen Feiertage, welche die Japaner traditionell bei ihren Familien verbringen. Um das Land zu erkunden und den Touri-Nahkampf mit der halben Landesbevölkerung auf der Autobahn sowie bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten zu wagen, ließen wir uns nicht lumpen und haben zu viert ein Auto für eine große Tour durch den Süden und den Westen Japans gemietet.

Wir waren nur zwei Fahrer - Lars und ich - aber trotz Linksverkehrs, merkwürdiger Fahrstile anderer Verkehrsteilnehmer und "innovativer" Streckenführung ließ sich die Situation dank Navigationssystem und Automatik gut bewältigen. Das Auto hat nicht einen Kratzer abbekommen. Hier ein Foto vom Start auf dem wir nicht optimal getroffen sind, aber was soll's:


Insgesamt haben wir knapp 3.600 Kilometer dem Zähler des nahezu neuen Mietwagens hinzugefügt. Falls es jemand nachvollziehen kann - der Start- und Zielpunkt war Higashimatsuyama und unsere Schlafstätten waren in Fukuoka (die erste Strecke waren 1.300 Kilometer an einem Stück), Hiroshima, Matsuyama, Okayama und zu guter Letzt Osaka. Dazu gab es noch viele weitere kleine Stops in Nagasaki, Kumamoto, Takamatsu usw. bei denen wir uns Sehenswürdigkeiten angesehen sowie beinahe angesehen haben. Die Menge an Orten, die wir nicht mehr betreten konnten, weil wir zu spät waren, kann sich ebenso sehen lassen, wie die Menge unserer tatsächlichen Erlebnisse. Glücklicherweise waren die Betreiber jeder einzelnen unserer Schlafgelegenheiten entgegenkommend genug um uns (manchmal deutlich) später als offiziell erlaubt einchecken zu lassen. Dadurch haben wir immer noch die geplanten Bleiben nutzen und auf der Reise viel sehen können.

In unseren 14 Gigabyte an Fotos gibt es mehr als genügend schöne Exemplare zu finden. Eine Auswahl wäre zu aufwendig und ich selbst habe beileibe noch nicht alle gesehen, daher hier nur eine Hand voll für den ersten Eindruck.






Wie erwartet lässt sich als Resümee sagen, es hat sich gelohnt, den Schlafmangel und die Strapazen als Fahrer und Reisender auf sich zu nehmen, denn es war wirklich aussergewöhnlich!

Friday, August 3, 2007

Fuji-san

Gestern sollte der Fuji-san, der höchste Berg Japans und im Westen oft fälschlicherweise Fujiyama genannt, bestiegen werden. Dabei beginnt man im Regelfall - wie wir auch - in Höhe von etwa 2.300 Metern, um die 3.776 Meter Gesamthöhe zu erklimmen. Die Besteigung erledigt man nachts, um den Sonnenaufgang von der obersten Station erleben zu können. Obwohl die Tour von vielen Menschen unterschiedlichen Alters und Fitness unternommen wird, ist sie gerade wegen der dünnen Luft in der Höhe und des knackigen Anstiegs auf den letzten Höhenmetern kein Kinderspiel.

Zu Beginn waren wir alle vier noch guter Dinge:

Es lässt sich auf den ersten Blick eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bezüglich der Kleidung erkennen - spack und superspack.
Während Freddy und Lars noch aussahen, als könnten sie in der Gesellschaft außerhalb der Wanderer mit ihrer Ausrüstung unter Umständen akzeptiert werden, hätten Marina und ich keine Chance gehabt. Marina hatte sich modisch vollendete Regenkleidung geborgt. Ich hatte mir meine komplette Laufausrüstung schicken lassen, eine Kniestütze geliehen und hier noch spottbillig ein farblich aufeinander abgestimmtes Set atmungsaktiver Regenjacke und -hose erstanden. Bin aber sicher, die Regenjacke in die Hose zu stecken wird der Trend des nächsten Herbstes. (Anders pfiff einfach zu viel Wind hindurch.)

Wie dem auch sei, Lars und Freddy haben gleich am Anfang Gas gegeben und Marina und mich (habe meine Geschindigkeit angepasst) abgehängt. Nachdem Marina nach etwa 200 zurückgelegten Höhenmetern schon erste Zweifel an ihrem Fortkommen anmeldete, musste ich den grossen Motivator auspacken, denn Zurücklassen auf irgendeiner Hütte und nach sieben Stunden wieder abholen war nicht diskutabel. Somit schleppte ich von diesem Zeitpunkt an zwei Rucksäcke und habe für gute Stimmung gesorgt.

Das Wetter war zuerst besser als vorhergesagt. Unabhängig von der Höhe sollte es ein paar Wolken sowie leichten Niederschlag geben, da ein Taifun sich in sicherer Entfernung herumtrieb und dies seine Ausläufer waren. Im unteren Drittel der Strecke war es glücklicherweise trocken und fast wolkenlos. Danach wurde es jedoch schlechter und schlechter und schlechter.

Freddy und Lars warfen im Laufe des Aufstieges das Handtuch, sie waren zu nassgeschwitzt und dadurch zu ausgekühlt, um weiterzulaufen. Marina und ich hatten damit keine Probleme - der Funktionskleidung sei Dank! Ebenso konnten wir noch unsere letzten Reservern aktivieren. Die letzten 200 Höhenmeter nach dem höchsten Zwischenstop haben wir noch mal alles gegeben. Der Wind blies mittlerweile so stark, dass ich diese letzte Strecke hinter der wieder selbst ihren Rucksack tragenden Marina ging, um sie bei starken Windböen stützen zu können. Für die nächste Tour de France bin ich schon angemeldet. So ein Höhentraining macht mir keiner nach. Ausserdem gibt es ja keine Konkurrenten mehr ;-)

Die obige Ankunft gestaltete sich als wundersamer Beweis der inneren Uhr.

Nahezu zeitgleich mit dem Sonnenaufgang und nach sechs Stunden Wandern mit eisernem Willen traten wir durch das letzte Tor. Vom Sonnenaufgang war leider wegen Regen, Wind und sogar ein wenig Schnee kaum etwas zu sehen. Eine gefühlte Temperatur von -93°C tat ihr übriges.
Hier die besten Fotos, die man mit zitternden Händen machen kann:



Auf der obersten Station wurden wir darüber aufgeklärt, warum sich die Wetterverhältnisse so dramatisch verschlechtert hatten. Der Taifun hatte es sich anders überlegt und wollte Fuji-san ebenfalls einen Besuch abstatten...
Hier ein Wetterbeispiel:

Dies hieß beeilen beim Abstieg. Also wieder die bekannte Lastenverteilung (komisch, dass mein Nacken so verspannt ist) und losstapfen. Die schönsten Fotos vom Abstieg:



Unten angekommen und völlig durchgefroren haben wir Freddy und Lars an unserem Mietwagen getroffen. Das nächste Ziel war ein Onsen, um uns wieder aufzuwärmen.
Sollte ich irgendwann zum Aussteiger werden, weiss ich nun, Sherpa zu werden ist eine mögliche Alternative für mich. Hoffentlich bleiben Muskelkater und weitere Verspannungen aus.

Wie dem auch sei - wir waren ganz oben!
Otsukare sama deshita!!

Monday, July 30, 2007

Sumidagawa Hanabi und Icebar

Am Samstag gab es eines der bekanntesten Feuerwerke in Japan - das Sumidagawa Hanabi, was uebersetzt soviel wie Feuerwerk am Sumida-Fluss bedeutet.

Für wirklich gute Fotos vom Feuerwerk taugt meine Knipse nicht, vor allem da auch ein Gestell fehlte. Man kann es sich in etwa vorstellen, wenn man schon mal das Feuerwerk zum Japantag in Düsseldorf gesehen hat. Das Sumidagawa-Feuerwerk ist natürlich noch weitaus schöner und dauert fast satte 90 Minuten.



Lars, Freddy, Kei und Pellkartoffeln!


Ayumi, Mako, Lars und halb Tokyo.


Das Sicherheitspersonal sieht hier überall aus, wie frisch aus dem Musikvideo zu "Intergalactic" von den Beastie Boys. Sind immer nett und lassen gerne Fotos mit sich machen.


Eines der wenigen anständigen Fotos vom Feuerwerk selbst sowie ein Gruppenfoto.


Per Taxi auf dem Weg zur coolsten Bar (entschuldigt das Wortspiel), die ich kenne:


Dahinter verbirgt sich genau das, was man erwartet.


Zuerst schön warm anziehen...


...etwas zu trinken bestellen...


...und kampai!